Unix an sich ist eines der ältesten Betriebssysteme, das vor allem in den großen Rechenzentren von Firmen und Universitäten eingesetzt wird. Entwickelt wurde es 1969 in den Bell Laboratories bei AT&T von Ken Thompson und Dennis Ritchie. Mitte der siebziger Jahre wurde den Universitäten der Einsatz des inzwischen weiterentwickelten Systems erlaubt, wobei es darum ging, begrenzte Rechnerkapazitäten für viele Nutzer zur Verfügung zu stellen.
Linux hat seinen Ursprung 1991. Linus Torvalds entwickelte als 21jähriger Student, ausgehend von dem bestehenden Unix-System MINIX, den eigentlichen Kernel. Linux richtet sich nach dem POSIX-Standard und arbeitet problemlos mit anderen Betriebssystemen von Microsoft, IBM, Novell oder Apple zusammen. Dabei entwickelt es seine Stärken UNIX-typisch gerade in Netzwerken, ob sie nun rein unter Linux laufen oder heterogen sind. Die auf dem Kernel aufbauenden Betriebssystemerweiterungen werden von einer weltweiten enthusiastischen Entwicklergemeinde, wie auch der Kernel selber, ständig betreut und weiterentwickelt. Möglich wird dies durch die Open-Source Philosophie.
Das Open-Source Konzept basiert auf der freien Verfügbarkeit des Quellcodes. Das heißt, dass der Entwickler von Open-Source Software der Linux-Gemeinde alle Voraussetzungen liefert, sein persönliches Programm weiter zu entwickeln oder auch Fehler zu entfernen. Schon wenige Tage später, nachdem ein Fehler bekannt geworden ist, sind normalerweise Bugfixes verfügbar. Dies ist ein wichtiger Faktor, der zur ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung von Linux beiträgt.