In der Systemprogrammierung geht es nicht (wie in der Anwendungsprogrammierung) um die Verarbeitung und Ausgabe von Daten für den Benutzer, sondern im weitesten Sinne um die Koordination der Kommunikation zwischen Hardwareteilen oder Prozessen. Die Systemprogrammierung ist die Grundlage für das reibungslose Funktionieren des Betriebssystems und der optimalen Zusammenarbeit seiner Komponenten. Damit kann der Endnutzer sich ganz ungestört auf seine eigentliche Tätigkeit konzentrieren.
So wie Anwendungen die Arbeitsschritte Ihrer Mitarbeiter teilweise automatisieren können, kann die Systemprogrammierung die Arbeit des Netzadministrators effizienter und damit für Sie kostengünstiger gestalten.
Ein neuer, frisch zusammen geschraubter Rechner soll ins Netzwerk integriert werden. Es ist noch keine
Software, Betriebssystem, Treiber etc. installiert. Normalerweise müsste sich jetzt ein
qualifizierter Techniker an den Rechner setzen, Disketten und CDs einschieben, Betriebssystem und Programme
installieren, passende Treiber suchen, Einstellungen und Anmeldung im Netzwerk vornehmen. Das Ganze
nähme mehrere Stunden in Anspruch.
Die andere Möglichkeit: Der Server Ihres Netzwerks verfügt über BCS RemoteBoot. Er erkennt automatisch
den neuen Rechner und setzt sich mit dessen Netzwerkkarte in Verbindung. Der Server weiß schon, was
neue Rechner standardmäßig für Software bekommen sollen und startet mit der Installation des Betriebssystems und
aller Programme und Treiber. Nach etwa einer halben Stunde ist der Rechner komplett fertig gestellt.
Eine andere Verwendung von RemoteBoot ist die Verfügbarkeit von verschiedenen Betriebssystemen auf einem
Rechner. So kann z.B. in einem Schulungsraum erst 45 Minuten lang Windows laufen, dann stellt der Server den Pool
für die nächsten 45 Minuten um
auf Linux, Solaris, Novell o. ä. An den Rechnern selbst muss nichts geändert werden.
Auf diese Weise sind auch Arbeitsplätze möglich, die selbst gar keine Festplatte haben, und nur
über das Netzwerk betrieben werden können.